Einbruchschutz – My home is my castle

Einbruchschutz an der richtigen Stelle

 

Prinzipiell gilt: alle Gebäudeöffnungen, die der Einbrecher ohne weitere Hilfsmittel erreichen kann, mit mechanischem Einbruchschutz sichern.

Dazu zählen insbesondere die Öffnungen im Erdgeschoss, Öffnungen in höheren Geschossen, wenn der Einbrecher z. B. Balkone erklettern könnte.

Im Mehrfamilienhaus gilt grundsätzlich auf allen Etagen, dass die Wohnungseingangstür gefährdet ist.

Schon gewusst?

Alle 4 Minuten, 450 mal am Tag, 150.000 mal im Jahr und ein deutschlandweiter Gesamtschaden
von ca. 500 Mio € pro Jahr. Das sind die Fakten bei einer Aufklärungsquote von kleiner 20%.
Durchschnittlich benötigt ein erfahrener Einbrecher 10 -15 Sekunden, ein Abbruch erfolgt nach ca. 3 Minuten.

Die 3 größten Irrtümer– Schenk klärt auf

Irrtum 1:

Einbrüche geschehen hauptsächlich nachts

Gut 70 Prozent der Einbrüche geschehen zwischen 10 Uhr und 20 Uhr, also am Tag. Täter schlagen am liebsten zu, wenn die Bewohner außer Haus sind.

Irrtum 2:

In oberen Stockwerken hat man nichts zu befürchten

Gerade die oberen Stockwerke eines Mehrfamilienhauses sind für Täter reizvoll. Je weiter oben, desto weniger potenzielle Störer im Treppenhaus. “Wenn ein Täter es ins Haus schafft, bricht er eher oben ein als unten”, sagt Kowalewski.

Irrtum 3:

Einbrecher sind immer Profis

80% aller Einbrüche sind Spontan- und Gelegenheitstäter.

Wir sind zertifizierter Polizei Partner

Einbrüche und Brände betreffen jeden von uns. Sie verursachen tiefe Bestürzung bei Opfern, Freunden und Nachbarn. Nach einem Einbruch oder Brand werden Polizei, Handwerker, Versicherer, Psychologen und viele andere tätig – Einbrüche und Brände verursachen hohe volkswirtschaftliche Kosten. Die Lösung: Prävention.

Doch effektiver Einbruchschutz und Brandschutz können nicht durch einen allein verwirklicht werden. Einbruchschutz und Brandschutz sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Und so verbindet das Netzwerk “Zuhause sicher” Partner aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen – Polizeibehörden, Handwerksbetriebe, Handwerksorganisation, Architekturbüros sowie Unternehmen aus Industrie, Versicherungswirtschaft, und Finanzwesen.

Gemeinsam mit den Bürgern arbeiten diese Partner im Netzwerk “Zuhause sicher” für wirkungsvollen Einbruchschutz und Brandschutz.

3 Methoden der Einbrecher

Methode 1:

Aufhebeln

Ist die beliebteste Einbruchsmethode. Leicht zu verstecken ist ein Schraubenzieher, ungesicherte Fenster und Türen sind hier die beliebtesten Anlaufstellen.

Konsequenz: Einbruchschutz heißt Schutz vor Aufhebeln durch mechanische Sicherheitstechnik wie Pilzkopfzapfen und Aufschraubsicherungen.

Methode 2:

Glasdurchgriff

Glasdurchgriff bedeutet, dass der Einbrecher in der Nähe des Fenstergriffs ein kleines Stück der Glasscheibe einschlägt, um mit der Hand an den Griff zu kommen. Darüber kann er das Fenster dann ganz normal öffnen.

Diese Methode birgt für den Einbrecher jedoch die Gefahr, sich zu verletzen und Blutspuren am Tatort zurückzulassen. Zudem macht das Einschlagen der Scheibe Lärm, sodass das Entdeckungsrisiko steigt.Aus diesen Gründen stellt die Polizei in weniger als 10% der Einbrüche fest, dass der Täter die Methode Glasdurchgriff gewählt hat.

Konsequenz: Einbruchschutz heißt Schutz vor Glasdurchgriff mit Hilfe eines abschließbaren Fenstergriffs und ggf. einbruchhemmender Verglasung.

 

Methode 3:

Glasdurchstieg

Wenn ein Einbrecher die Methode des Glasdurchstiegs wählt, dann schlägt er nicht nur die Glasscheibe an einem Punkt ein, sondern entfernt das gesamte Glas aus dem Rahmen, sodass er durch das Fenster oder die Terrassentür eintreten kann. Diese Einbruchmethode birgt ein hohes Verletzungsrisiko und Entdeckungsrisiko für den Einbrecher – weniger als 1% der Einbrüche werden daher mittels dieser Methode verübt.

Konsequenz: Aufgrund der geringen Wahrscheinlichkeit, dass der Täter den Glasdurchstieg als Methode wählt, kann man auf eine explizite Sicherung gegen dieses Vorgehen verzichten. Möchte man dieses Restrisiko jedoch nicht eingehen, ist eine einbruchhemmende Verglasung das Mittel der Wahl.

Widerstandsklassen

In der DIN EN 1627 Türen, Fenster, Vorhangfassaden, Gitterelemente und Abschlüsse – Einbruchhemmung – Anforderungen und Klassifizierung sind u. a. die Widerstandsklassen aufgeführt, die für einbruchhemmende Bauteile gelten. Die konkreten Prüfverfahren für die Ermittlung der Widerstandsfähigkeit unter statischer und dynamischer Belastung sowie gegen manuelle Einbruchversuche sind in den ergänzenden Normen DIN EN 1628 bis DIN EN 1630 enthalten.

Die Bauteile schützen vorwiegend vor Vandalismus, denn sie weisen einen begrenzten bis geringen Grundschutz gegen Aufbruchversuche mit körperlicher Gewalt (Gegentreten, Gegenspringen, Schulterwurf, Hochschieben und Herausreißen) oder mit einfachen Hebelwerkzeugen auf. Diese niedrigste Widerstandsklasse sollte bei geforderter Einbruchhemmung nur dort eingesetzt werden, wo kein ebenerdiger Zugang möglich ist.

Diese Widerstandsklasse bietet einen Grundschutz gegen den Einbruchsversuch mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zangen oder Keile. Sie stellt keinerlei Anforderungen an die Verglasung.

Solche Bauteile verhindern das Aufbrechen mit einfachen Hebelwerkzeugen wie Schraubendreher, Zange oder Keilen über eine Dauer von mindestens drei Minuten.

Bauteile dieser Widerstandsklasse erschweren zusätzlich das Aufbrechen mit einem zweiten Schraubendreher und einem Brecheisen bzw. Kuhfuß. Geprüft wird ein Angriff mithilfe dieser Werkzeuge, dem die Bauteile mindestens fünf Minuten standhalten müssen.

Solche Bauteile bieten auch erfahrenen Tätern Widerstand, die mit Säge- und Schlagwerkzeugen wie Schlagaxt, Stemmeisen, Hammer und Meißel sowie Akku-Bohrmaschine vorgehen.

Bauteile dieser Widerstandsklasse setzen auch dem Einsatz von Elektrowerkzeugen wie Bohrmaschinen, Stich- oder Säbelsägen und Winkelschleifern einen definierten Widerstand entgegen.

Besonders leistungsfähigen Elektrowerkzeugen wie Bohrmaschinen, Stich- oder Säbelsägen und Winkelschleifern setzen Bauteile dieser Klasse einen definierten Widerstand entgegen.